Fr, 31.08.2018
Die Siegerentwürfe sind derzeit im Foyer ausgestellt

Große Pläne in DIN A0

Aufregende Tage liegen hinter uns. Vor einer Woche tagte das Preisgericht, um die besten Entwürfe für das neue Besucher-, Medien- und Dokumentationszentrum zu küren. Das 80 mal 12 Meter große Gebäude soll die Dauerausstellung im alten Bahnhof mit einer zusätzlichen Ausstellungsfläche, einer Bibliothek, Seminarräumen, einem Depot und einem Café ergänzen. Die drei besten Entwürfe sind bis 16. September 2018 im Foyer ausgestellt.

Jetzt aber erstmal der Reihe nach: Das Preisgericht kam unter dem Vorsitz eines renommierten Branchenvertreters, des Präsidenten des Bundes Deutscher Architekten Heiner Farwick, im Hotel Freizeit In bei Göttingen zusammen. Nach anderthalb Tagen intensiver Beratungen stieg weißer Rauch über dem Hotelgebäude auf:

Die Arbeitsgemeinschaft dichter Architekturgesellschaft, bbz landschaftsarchitekten berlin und Fischer Ausstellungsgestaltung, alles aus Berlin, konnten den ersten Preis für sich entschieden. „Sie hat es in hervorragender Weise geschafft, die Anforderungen der Museumsgestaltung mit der einer unverwechselbaren Architektur und einer qualitätsvollen Außenraumgestaltung zu vereinen“, begründet Heiner Farwick die Entscheidung des Preisgerichts. Der Entwurf, der gleichzeitig prägnant und zurückhaltend sei, besteche durch seine Einfachheit. Die prämierte Arbeit sei eine hervorragende Grundlage für die Realisierung eines Museums mit bundesweiter Bedeutung.

„Die Wahl unter den insgesamt 27 eingereichten Arbeiten war nicht gerade leicht“, sagt der Architekt Dieter Schmitz, der den Wettbewerb betreute. Die Qualität der Entwürfe sei insgesamt sehr hoch gewesen. Dass so viele am Wettbewerb teilgenommen hätten, sei erstaunlich. Schließlich hätten die Bewerber eine beträchtliche Hürde überwinden müssen: Die Gebäude-, Landschafts- und Museumsgestaltung waren nämlich zusammen ausgeschrieben. Die Architekturbüros mussten sich also zu Arbeitsgemeinschaften mit Landschafts- und Museumsgestaltern zusammenschließen - ein eher ungewöhnliches Verfahren, das jedoch viele Vorteile bietet: Unter anderem die Notwendigkeit, dass wichtige Abstimmungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt im Prozess erfolgen.

Doch auch die beiden drittplatzierten Entwürfe sind noch im Rennen. Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens wird Mitte Oktober entschieden, welcher der drei Preisträgerentwürfe letztlich umgesetzt wird.

Wenn Sie sich näher informieren möchten, besuchen Sie unsere kleine Ausstellung im Foyer. Dort sind noch bis 16. September Pläne, Ansichten und Modelle der Preisträger ausgestellt. Wer mag, kann vor Ort gerne Kommentare und Anregungen abgeben.

Eva Völker

Do, 13.09.2018 Do, 09.08.2018