19 Uhr
06.05.2020

„In Zeiten des abnehmenden Lichts“
Klaus-Peter Lorenz liest Erwin Ruge

Als sie aus dem mexikanischen Exil kamen, um ein neues Deutschland aufzubauen, haben die Großeltern noch für den Kommunismus gebrannt. Der Sohn kehrte derweil aus der Sowjetunion heim: mit einer russischen Frau, der Erinnerung ans Lager und dem festen Glauben an die politische Idee. Dem Enkel aber wird die Realität der DDR zu eng - ausgerechnet als Familie, Freunde und Feinde sich zum 90. Geburtstag des Patriarchen versammeln, ergreift er die Flucht.

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 1989 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der international gefeiert und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Ungeheuer menschlich und komisch macht er Geschichte als Familiengeschichte erlebbar und wird von Dr. Klaus-Peter Lorenz im Foyer des Bahnhofs präsentiert.

€ 5 /erm. € 3, mit Kulturticket Eintritt frei

 

17:30 Uhr kostenlose Führung durch das Museum.

So, 17.05.2020 Mi, 22.04.2020