Sa, 06.07.2024

Jazda! Ways of becoming

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Jazda! Ways of becoming“ ging die dritte und letzte Phase des diesjährigen Jazda-Projekts in Friedland zu Ende: Erneut hatten sich Freiwilligendienstleistende und Studierende aus Frankreich, Polen und Deutschland getroffen und eine Woche lang mit interkulturellem Lernen und historisch-politischer Bildung verbracht. Neben dem Erkunden des Ortes Friedland und der Stadt Göttingen standen auch Begegnungen mit Zeitzeug*innen auf dem Programm. Außerdem finalisierte die Gruppe ihre in den drei Projektphasen entwickelte Ausstellung, in der Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, Solidarität und Gemeinschaft verhandelt werden. Diese Ausstellung ist noch bis Ende September im Foyer des Museums Friedland zu sehen und wird anschließend auch in Frankreich und Polen gezeigt.

Die Jazda-Projektwoche in Friedland war jedoch nicht nur vom Lernen und Entdecken geprägt. Zentral war ebenfalls die Frage: Wie geht es weiter nach diesem Projekt? Was machen wir mit all dem erworbenen Wissen? Wie positionieren wir uns in dieser Gesellschaft? Nach mehreren Brainstorming-Runden hatten alle für sich selbst Antworten auf diese Frage entwickelt, doch dabei allein blieb es nicht: In wenigen prägnanten Sätzen formulierte die Gesamtgruppe einen Text, der ihre Haltung beschreibt. Das „Jazda-Manifest“ zeugt von engagierten jungen Menschen, die sich den Herausforderungen der Welt stellen und in solidarischer Weise leben möchten. Sie lehnen Diskriminierung in jeglicher Form ab und plädieren für einen offenen, wertschätzenden Umgang miteinander. Dazu gehört für sie auch, Schutzsuchenden Hilfe anzubieten und auf die Gemeinsamkeiten anstelle der Unterschiede zu schauen. Sie wünschen sich einen europäischen Kontinent, der dank offener Grenzen von Toleranz, Engagement und interkulturellem Austausch getragen wird. Das „Jazda-Manifest“ ist auf der Seite des Museum Friedlands einsehbar.

 

Jazda Manifesto

BRIDGES, NOT BORDERS!

 

We, young people coming from different places and living in Europe, …

…stand up for people of all minorities to be considered as an enrichment for society and for other people.

  • We believe that migration should not be seen as a problem, and we should treat newly arriving people with kindness and invite them to our social activities. We stand up for peace and helping people with fewer opportunities regardless of their origins, languages, religions, sexual orientations.

… can positively influence the situation of migrants in different ways, on different levels, by taking action.

  • We should be open and understanding and challenge our beliefs. We should improve the situation of immigrants, not only by strikes and changing laws, but by influencing people’s opinions individually.

… want to approach other people with an open mind and perceive intercultural exchanges as an opportunity to learn and offer our help if needed.

  • We want to further develop our society by taking up the opportunity of intercultural exchange. We want to help people in need and support an openminded community.

… need to show solidarity with other people of any kind without excluding anybody. We need to connect with each other and make our world a better place to live for all of us.

  • We want Europe to unite for tolerance and against racism, discrimination and stereotypes. We want to involve in different activities, stay in contact, discuss, protest.

 

DIVERSITY MATTERS!

Do, 27.06.2024