Di, 06.10.2020
Eva Lutter, Caritas Friedland, Heinrich Hörnschemeyer, Grenzdurchgangslager Friedland, Frank Remus und Rebecca Einhoff, beide UNHCR, vor der rekonstruierten Nissenhütte. Foto: UNHCR/Martin Rentsch |

UNHCR-Repräsentant Frank Remus zu Gast in Friedland

Am 6. Oktober besuchte der UNHCR-Repräsentant für Deutschland, Frank Remus, das Grenzdurchgangslager sowie das Museum Friedland. Es war der erste Besuch von Frank Remus, der seit März dieses Jahres die deutsche Stimme des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen ist. Friedland spielt für den UNHCR eine wichtige Rolle: Hier kommen alle Geflüchteten an, die über das Resettlement-Programm nach Deutschland einreisen. Hier erhalten sie einführende "Wegweiser-" und Sprachkurse sowie eine individuelle Migrationsberatung und reisen nach ca. zwei Wochen in die für den Aufenthalt zuständigen Kommunen weiter. Dieses Programm ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit ausgesetzt. Momentan kommen nur Menschen aus der Türkei an und werden direkt am Flughafen von den Bundesländern in Empfang genommen. Es handelt sich dabei um Personen, deren Ausreise sich aufgrund der Pandemie verzögert hatte.

Während seines Besuchs im Grenzdurchgangslager machte sich Frank Remus ein Bild von der Lage sowie den Abläufen und Angeboten in Friedland. Gleichzeitig blieb Zeit für einen Austausch mit den Mitarbeiter*innen des Landes Niedersachsen, des BAMFs, der Inneren Mission und der Caritas. Bei der abschließenden Museumsführung, die seinen Besuch um eine historische Perspektive auf Friedland ergänzte, wurden eigene Erinnerungen wach – Frank Remus ist selbst in der Nähe von Friedland aufgewachsen. Der weitergehende Austausch mit ihm ist auch im Rahmen der Konzeption der Erweiterung des Museums vorgesehen.

 

 

Mi, 09.09.2020