Mo, 16.04.2018
Geschichte einer Flucht über die serbisch-ungarische Grenze

Lesung mit Luise Rist

Die Göttinger Autorin und Theatermacherin Luise Rist hat aus ihrem neuen Roman MORGENLAND gelesen. Darin erzählt sie sehr spannend die Geschichte einer Flucht über die serbisch-ungarische Grenze.

Luise Rist lässt ihre Protagonistin Frida nach Serbien reisen. Dort will die junge Frau aus Deutschland Geflüchtete unterstützen, die an der Grenze zu Ungarn gestrandet sind. Ihnen wird der Weg in die Europäische Union zunehmend erschwert, weil Viktor Orbán die Grenze mit einem Zaun gesichert hat. Auch in Serbien werden die Geflüchteten nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

Der Stoff des Buches ist hochaktuell: Denn obwohl die Balkanroute als geschlossen gilt, hängen noch immer 6000 Flüchtlinge in Serbien fest - viele von ihnen in illegalen Lagern ohne Strom, Wasser und jegliche Versorgung. Besonders greifbar wurde das, weil Luise Rist zwei Gäste mitgebracht hatte, Shoeib und Parsa, die denselben Weg aus Afghanistan gemacht haben wie der Protagonist aus MORGENLAND.

Eva Völker

Buch: Morgenland, Luise Rist, cbj, ISBN: 978-3-570-31139, € 8,99

 

 

Fr, 06.04.2018