Di, 09.08.2016
Foto: Innere Mission Friedland

Zum Tode von Pastor Martin Steinberg

"Man braucht Erinnerungsorte wie Friedland"


Pastor Martin Steinberg wird beim Museums-Team sowie in den Einrichtungen der Inneren Mission im Grenzdurchgangslager und bei den Andachten und Gottesdiensten in der Lagerkapelle vermisst werden. Als Vorsitzender der Arbeitsgruppe mit dem sperrigen Titel "Arbeitskreis der in Friedland ansässigen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen mit Bezug zum Grenzdurchgangslager" im Aufbauteam des Museums Friedland hatte er seit dessen Einrichtung wesentlichen Anteil an der Konzeptionierung des Museums. Die Sitzungen des Arbeitskreises leitete er pointiert und konzentriert, mit Witz und Gewitzheit, und führte sie im vorgesehenen Zeitrahmen zu Ergebnissen.

"Man braucht Erinnerungsorte wie Friedland", war Steinbergs Überzeugung und so ließ er sich gerne ein, beim Gestalten dieses Museums mitzuwirken. Er war ein hervorragender "Netzwerker", dessen Kontakte zu Kirche, Wirtschaft und Politik von großem Nutzen für die Innere Mission wie auch für das Museum waren.

Es war ihm noch vergönnt, an der Eröffnung des Museums am 18. März teilzunehmen. "Man braucht Erinnerungsorte wie Friedland", war sein Fazit an jenem Tag auf die Interviewfrage, was ihm das Museum bedeute.

Auf die Frage im selben Interview, wie sich das Lager und das Museum im Jahre 2030 verändert haben werden, begann Steinberg seine Antwort mit den Worten: „Ich werde 2030 nicht dabei sein und nicht zurückschauen können."

Martin Steinberg verstarb nach schwerer Krankheit im Juli 2016. Wir werden ihn vermissen!

Das Interview kann hier aufgerufen werden.

(KM)

Mi, 10.08.2016 Fr, 29.07.2016