Sa, 19.03.2016
Foto: Trapezfilm/Stephan Beuermann|
Erste Sonderausstellung des Museums mit Zeitzeug*innen eröffnet

Eröffnung der „Nissenhütte“

Am Samstag, dem 19. März 2016, eröffnete das Team des Museums Friedland die „Nissenhütte“ – Sonderausstellungsfläche und künftig auch Diskussions- und Projektraum des Museums auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers.

Als Auftakt präsentiert das Museum hier die Sonderausstellung „Nach Friedland. 16 Porträts“.  Es werden Menschen, die innerhalb der letzten 20 Jahre durch Friedland gegangen sind, in Bild und Text vorgestellt. Zu sehen sind Fotografien von Leona Goldstein und Ausschnitte aus Interviews, die Lorraine Bluche vom wissenschaftlichen Ausstellungsteam mit den porträtierten Menschen geführt hat. Es wird deutlich: Hinter Kategorien wie „Asylsuchende“ oder „Spätaussiedler*in“ stehen Menschen mit individuellen Geschichten, Wünschen, Vorlieben, Ängsten und Träumen. Zugleich eint sie alle die Hoffnung auf ein neues, besseres Leben in Deutschland.

Alle Ausstellungstexte sind dreisprachig: Deutsch, Englisch und Arabisch. Die Ausstellung versteht sich insbesondere als Angebot an die Menschen, die aktuell im Grenzdurchgangslager Friedland untergebracht sind. 

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung sprach zunächst Birga Meyer vom wissenschaftlichen Ausstellungsteam über das Nutzungskonzept der „Nissenhütte“ im Rahmen der künftigen Museumsarbeit. Im Anschluss berichtete Lorraine Bluche über die Sonderausstellung „Nach Friedland“. Samah Al Jundi, seit kurzem Mitarbeiterin des Museums und selbst Geflüchtete aus Syrien, übersetzte die verschiedenen Redebeiträge ins Arabische.

Die Ausstellung „Nach Friedland“ wäre ohne die Unterstützung verschiedener Multiplikator*innen nicht realisierbar gewesen. Sie haben geholfen, Interview-Partner*innen für das Projekt zu gewinnen. Einige von ihnen waren vor Ort: Thomas Heek von der Caritas Friedland, Andrea Schwarzbach von der Bildungsberatung der Inneren Mission Friedland  sowie Dana Gaef vom Migrationszentrum Göttingen. Der größte Dank aber gebührt selbstverständlich den Interview-Partner*innen, die ihre Geschichten mit dem Museum Friedland geteilt haben. Zur großen Freude des Museums-Teams waren drei von ihnen bei der Eröffnung mit dabei.

Die „Nissenhütte“ kann im Rahmen geführter Rundgänge des Museums Friedland besichtigt werden.

Fr, 18.03.2016 Sa, 12.03.2016